Mehr als Mitmachen - Partizipation und Kulturelle Bildung
Wie kann echte Mitbestimmung in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit gelingen? Mit dem Projekt „Mehr als Mitmachen – Partizipation & Kulturelle Bildung“ unterstützen wir Fachkräfte und Multiplikator*innen von Einrichtungen der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit dabei, Praxisformate umzusetzen in denen junge Menschen zu tatsächlichen Entscheidungsträger*innen werden.
Qualifizierungsreihe „Räume öffnen: Werkstatt für Beteiligung“
In der Fortbildungsreihe setzen sich Fachkräfte praxisnah mit ihrer eigenen Haltung, bestehenden Strukturen und konkreten Methoden auseinander. Ziel ist, Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu stärken und tragfähige Formen von Mitbestimmung zu entwickeln. Die Reihe besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen, mit besonderem Fokus auf Praxistransfer: Ab dem zweiten Modul werden Werkstattphasen integriert, in denen konkrete Ansätze entwickelt werden.
Modul 1: Verstehen – Was heißt Partizipation wirklich?
Partizipation erfordert den Mut, eigene Privilegien und bestehende Hierarchien in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kritisch zu hinterfragen. Bevor wir in die Formatplanung gehen, richten wir den Blick nach innen und legen das Fundament für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Wir suchen nach Wegen für eine Praxis, die Jugendliche nicht nur „mitnimmt“, sondern ihre Perspektive zum Fundament der eigenen Arbeit macht.
Termin: Montag, 22.06.2026.
Modul 2: Erproben – Formate und Methoden
Macht abgeben fühlt sich anfangs oft nach Verlust an – in diesem Modul füllen wir aber den Werkzeugkoffer und entwickeln Szenarien, wie sich Kulturorte für die Ideen von jungen Menschen öffnen. Unser neuer Maßstab für Erfolg: Nicht der reibungslose Prozess zählt, sondern das Empowerment von Kindern- und Jugendlichen hin zum Gefühl: „Das ist mein Projekt.“
Voraussichtlicher Termin September 2026
Modul 3: Verankern – Warum Partizipation auch anstrengend sein darf
Echte Beteiligung wird oft als Wohlfühl-Konzept verkauft, ist allerdings selten reibungslos, denn wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und ernst genommen werden, entstehen Reibungsflächen. Wir finden Wege, Partizipation nicht nur zu wollen, sondern sie auch zu gestalten, wenn es kompliziert wird. Partizipation darf anstrengend sein – denn wo es nicht knirscht, wird Bestehendes hinterfragt.
Voraussichtlicher Termin Oktober 2026
„Praxisfonds Mitgestalten“ – Förderung partizipativer Projekte
Der Praxisfonds unterstützt Vorhaben, die gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt und umgesetzt werden.
Entscheidend ist: Kinder und Jugendliche haben Entscheidungsmacht – von der Idee bis zur Auswertung.
Gefördert werden beispielsweise:
- Cokuratierte Ausstellungen, bei denen junge Menschen künstlerische Entscheidungen treffen,
- Jugendredaktionen,
- Tanz-/Theater-/Musikprojekte mit Jugend Co-Leitung und gemeinsamem Budgetentscheid,
- Kreativlabore im Sozialraum, die Jugendthemen (z. B. Identität, Umwelt, Stadt) künstlerisch bearbeiten,
- sowie Kinder- und Jugendgremien, Parlamente, Jurys.

Wir fördern Projekte zwischen 3.000 bis 7.500 Euro. Antragsberechtigt sind Träger und Organisationen der kulturellen Bildung, Jugendhilfe, Schule und angrenzender Bereiche.
Bis 19. Juli 2026 Antrag einreichen! Hier geht es zu den Förderkriterien.
Für die Antragstellung ist das vollständig ausgefüllte Antragsformular erforderlich. Einzureichen sind:
LKJ Antragsformular (Projektbeschreibung, Meilensteinplanung), sowie