Jugend.Sprungbrett.Kultur

Jugend.Sprungbrett.Kultur

Netzwerk für Diversität und Inklusion in der kulturellen Jugendbildung

 

Wir setzen uns für eine diversitätsorientierte Öffnung der Berliner Einrichtungen der kulturellen Jugendbildung ein und regen zu inklusivem und diskriminierungskritischem pädagogischen Handeln an.

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Aktuelles
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Ein interaktiver Vortrag von Autor*in Francis Seeck 

Class matters: Klassismus und soziale (Un)gerechtigkeit im Kulturbereich
 
Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit und begrenzt den Zugang zu Kultur, Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Macht, Teilhabe, Anerkennung und Geld. In dem interaktiven Vortrag  beschäftigen wir uns mit dieser oft vergessenen Diskriminierungsform. Es geht um die Fragen: Wie zeigt sich Klassismus im Kulturbereich und der kulturellen Jugendbildung und was können wir praktisch dagegen tun?
 
Francis Seeck ist Sozialwissenschaftler*in und Antidiskriminierungstrainer*in. Als Kind einer alleinerziehenden, erwerbslosen Mutter erlebte Seeck schon früh die Auswirkungen der Klassengesellschaft. Heute forscht und lehrt Seeck zu Klassismus und sozialer Gerechtigkeit. Im März 2022 erschien die Streitschrift „Zugang verwehrt – Keine Chance in der Klassengesellschaft: wie Klassismus soziale Ungleichheit fördert“ bei Atrium.

Sowohl Teilnehmende als auch Interessierte sind herzlich eingeladen an unserem  Fachforum teilzunehmen.

Ab April geht's hier zur Anmeldung für den nächsten Fachforumstag am 17.05.2022.

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Vielfalt fördern  vorurteilsbewusst und diskriminierungskritisch!

Berlin ist vielfältig. Alle Kinder und Jugendliche dieser Stadt sollen an der kulturellen Kinder- und Jugendbildung teilhaben können und willkommen sein. Deshalb hat die LKJ Berlin 2018 das Modellprojekt Jugend.Sprungbrett.Kultur ins Leben gerufen.

Das Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben ist ein Menschenrecht und im UN-Sozialpakt Art. 15 Absatz 1 verankert. Es gilt ausnahmslos für alle – ohne Einschränkung oder Voraussetzungen.

Um dieses Recht auf kulturelle Teilhabe im Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendbildung auf allen Handlungsebenen praktisch und konkret umzusetzen, müssen bestehende Teilhabebarrieren, Zugangseinschränkungen sowie strukturelle Ausschlüsse und Diskriminierungen abgebaut werden.

Ein großes Ziel – das vieler kleiner Schritte bedarf. Folgende hat das Team von Jugend.Sprungbrett.Kultur seit Herbst 2018 umgesetzt:

 

1) Netzwerk für Diversität und Inklusion in der kulturellen Jugendbildung

Als Berliner Dachverband für kulturelle Jugendbildung möchten wir den landesweiten Fachaustausch fördern und anregen. Dies wird verwirklicht über Bedarfsabfragen bei den Fachkräften, Fortbildungsangebote und Fachveranstaltungen, die Kuratierung eines regelmäßigen Newsletters mit Informationen zu berlinweiten themenbezogenen Angeboten und Neuerscheinungen von Fachliteratur.

2021 haben wir die gemeinsame Entwicklung einer „Roadmap Diversität und Inklusion“ koordiniert: Zusammen mit Akteur*innen aus der kulturellen Bildung haben wir dabei praxisorientierte Konzepte und Zielvereinbarungen für diversitätsorientiertes Arbeiten in den Einrichtungen und bei den Trägern entwickelt und dafür konkrete, messbare, spezifische, aktivierende und realistisch terminierte Maßnahmen der Organisations-, Qualitäts-, Angebots- und Personalentwicklung definiert und beschlossen. Basis dafür war unsere 2020 durchgeführte Online-Befragung zum Status Quo in der kulturellen Kinder und Jugendbildung.

 

2) Wissensdatenbank zu Diversität und Diskriminierung

Teil der Arbeit für das Netzwerk für Diversität und Inklusion ist die Aufbereitung fachspezifischen Wissens und die Sammlung von Ansprechpartner*innen und Beratungsstellen auf der Website. Das Material soll den Rahmen für ein gemeinsames Verständnis von Diversität und Diskriminierung bilden und gleichzeitig den Akteur*innen der kulturellen Jugendbildung als Grundlage bei ihren individuellen Prozessen der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung zur Verfügung stehen.

 

3) Abgeschlossenes Modellprojekt Aktionsfonds Kulturelle Jugendbildung

Von 2018 bis 2020 haben wir mehrere Förderformate für geflüchtete Jugendliche getestet: Mit einem Aktionsfonds bzw. Mikrofonds haben wir jungen Menschen, die in den letzten Jahren nach Berlin geflüchtet sind, ermöglicht, ihre eigenen Kunst- und Kulturprojekte zu verwirklichen: mit kleineren bis mittleren Fördersummen, umfangreicher Beratung  wo nötig, auch mehrsprachig  und möglichst barrierearmen Verfahren.

Kontakt Projektbüro:            

Maria Dubova (sie/ihr)
Projektleitung 
maria.dubova@lkj-berlin.de

Géraldine Warmuth (sie/ihr)
Projektassistenz
geraldine.warmuth@lkj-berlin.de

☏ 030/ 98 38 99 35 - Fax: 030/ 29 66 87 70

Postadresse: Obentrautstraße 57, 10963 Berlin
Besuchsadresse: Obentrautstraße 55, 10963 Berlin

Jugend.Sprungbrett.Kultur - Netzwerk für Diversität und Inklusion in der kulturellen Jugendbildung wird von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert.